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Arne Voigtmann

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Der Fluch des Nostrildamus
The Curse of Nostrildamus
Don Rosa
Don Rosa
Peter Daibenzeiher?
10
US 235 (Juli 1989)
MM 10/90, OD 8, MM 4/2002 (als 3D-Comic), HOF 6
AR 143
keine
ganz unten auf dem Fernschreiberstreifen im Splash Panel
keine

Inhalt

Onkel Dagobert entdeckt in seinen Weinbergen bei Paris in der Gruft des Wahrsagers Nostrildamus ein Amulett, das die Zukunft vorhersehen kann - allerdings lastet ein Fluch auf ihm.

Es beginnt alles, als Dagobert sich über die Börsenkurse echauffiert, da er soeben fünf Taler (in Worten: fünf) verloren hat. Er wünscht sich, die Zukunft vorhersehen zu können. Tick, Trick und Track meinen, das konnte nur der Wahrsager Nostrildamus.

Dagobert wird hellhörig und die Drillinge müssen ihm sogleich alles über Nostrildamus aus dem Schlauen Buch vorlesen. Dieser besaß ein Amulett, mit dem er in die Zukunft schauen konnte. Da dieses Amulett zusammen mit ihm in der Familiengruft begraben wurde und diese rein zufällig auf Dagoberts Weingut liegt, machen Donald und sein Onkel sich sofort auf den Weg nach Paris.

Die Warnung Plötzlicher Tod ereile alle, welche die ewige Ruhe des Nostrildamus stören über dem Eingang zur Gruft wird kurzerhand ignoriert, und von da an geht es drunter und drüber.

(Arne Voigtmann)

Kommentar

Die vorletzte von Don Rosa für Gladstone gezeichnete Geschichte bietet einiges an lustigen Einfällen und abermals zumindest Anleihen am Historischen (auch wenn Nostradamus in Nostrildamus umbenannt wurde).

Diese historischen Anleihen sind aber zum Glück nur der Aufhänger für eine typische Gag- und Slapstickstory, bei der eine groteske Situation nach der anderen zum Zuge kommt, und wo der arme Donald mal wieder eine Menge einstecken muss. Grund dafür ist Dagoberts Geldgier, der allen Unkenrufen, Blitzschlägen und vom Himmel fallenden Glocken zum Trotz nicht einsehen will, dass das Medaillon ihm keine Milliardengeschäfte, sondern nur ein Unglück nach dem nächsten bringt.

Dass die Geschichte trotzdem nicht zu Dons Meisterwerken gehört und eher im Mittelfeld rangiert, liegt vor allem daran, dass sie zwar durchaus gute und witzige Einfälle bietet, aber aus der Grundidee noch einiges mehr hätte herausgeholt werden können. So ist der Hauptteil der Geschichte, in dem Dagobert und Donald vor einer Katastrophe nach der anderen fliehen, gerade mal fünfeinhalb Seiten lang.

Eine kürzere Einleitung und dafür ein längerer Hauptteil sowie etwas bessere Gags hätten der Geschichte sicherlich gut getan.

Eine ordentliche Geschichte, die hauptsächlich von ihrer Situationskomik lebt: 2-

(Arne Voigtmann)

Auftauchende Charaktere:

Erwähnte Charaktere:

Hintergrundinfos


Allgemeines

Ein kleiner Übersetzungsfehler: Im Original stammt der abgestürzte Satellit auf Seite 8 aus Brutopia, im deutschen kommt er von einem anderen Stern.

Dons Kommentare

Aus der HOF 6:
Das englische Wort nostril (Nasenloch, Nüster) bezieht sich auf eine der beiden Öffnungen in Ihrer Nase, durch das Sie atmen, ausgenommen nachts, wenn Sie schlafen und jemand Sie in die Seite stubst, weil Sie so laut schnarchen. Somit handelt diese Geschichte nicht von Nostradamus, sondern von Nostrildamus, der wie eines jener Entenhausener Schweine mit großen Nasenlöchern aussieht. Es ist ein unübersetzbares Wortspiel. [...] Aber Sie werden merken, wie sinnlos, witzlos und ärgerlich es ist, die Erklärung von unübersetzbaren Wortspielen eines dummen Amerikaners zu lesen! Also vergessen Sie, dass ich irgendwas darüber gesagt habe!

Barks-Reminiszenzen (und andere)

Im dritten Bild der dritten Seite sieht man, dass Dagobert all seine Besitztümer rund um den Globus mit Stecknadeln markiert hat - eine befindet sich auch auf dem Mond, wahrscheinlich eine Anspielung auf Onkel Dagoberts Gemischtwarengeschäft, dass er in Lockruf des Mondgoldes (US 49) dort in seinem Raumschiff eröffnet hat.

Hintergrund-Gags

Der Geldturm, den Tick, Trick und Track auf Seite 3 bauen, kippt um, wie man auf Bild 5 sehen kann.

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Letzte Änderung am 29.03.2009